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unsere Rieden

Unsere Lagen spiegeln unsere Weine wieder, sei es in Mineralität, Komplexität oder Vielseitigkeit. Die große Kunst ist es, für jede Sorte die richtige Lage, den richtigen Boden, das richtige Klima, einfach gesagt die perfekten Bedingungen zu finden.
 
Ohne diese Voraussetzungen kann nicht die bestmögliche Qualität der Trauben, und in weiterer Folge der Weine erzielt werden. Aus diesem Grund sind unsere Lagen und die dort vorherschenden Bedingungen ein Zentrales Thema für das gesamte Weingut Nehrer - Team.
 
Vor jeder Neusetzung werden intensiv Lagen und mögliche Sorten diskutiert, bevor nach genauer Analyse der vorherrschenden Bedingungen, gepaart mit Erfahrungen aus vielen Jahren Weinbau eben jene Sorte auf eben jene Lage gepflanzt wird. 
 
Das Leithagebirge bietet eine unvergleichliche Vielfalt an Gestein und Intensität der Böden. An den höher gelegenen Hanglagen dominieren karge, vor Jahrmillionen geschaffene Muschelkalkböden, unter deren metertiefen Schicht sich ein kristalliner Grundstock verbirgt. Am Fuße der letzten Ausläufer der Zentralalpen lassen sich lehmig-lössige Böden, durchzogen von Schiefer und Gneiß finden. Für uns ist es ein Ziel und ein Selbstverständnis, diese Vielfalt in unseren Weinen zu bewahren.

Hummelbühel

30 ha

sandiger Lehm auf Kalkfels, 280 – 310 m ü.M., Südosthang, ca. 20-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

Poschen

40 ha

lehmiger Braunerdeboden mit Schiefer und Gneiß, 205 – 230 m, ü.M., Südosthang, ca. 30-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

Schneiderteil

40 ha

stark kalkhaltiger Lehmboden, 170 – 210 m ü.M., Südhang, ca. 30-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung im 18. Jahrhundert

Flachgraben

60 ha

kalkhaltige Braunerde auf Kalkfels, 230 – 260 m ü.M., Südosthang, ca. 25-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

Feurer

30 ha

lehmiger Kalksand auf Kalkfels, 205 – 235 m ü.M., Südosthang, ca. 50-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1540

Hochberg

30 ha

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Krainer

40 ha

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  • Hummelbühel

    30 ha

    sandiger Lehm auf Kalkfels, 280 – 310 m ü.M., Südosthang, ca. 20-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

  • Poschen

    40 ha

    lehmiger Braunerdeboden mit Schiefer und Gneiß, 205 – 230 m, ü.M., Südosthang, ca. 30-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

  • Schneiderteil

    40 ha

    stark kalkhaltiger Lehmboden, 170 – 210 m ü.M., Südhang, ca. 30-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung im 18. Jahrhundert

  • Flachgraben

    60 ha

    kalkhaltige Braunerde auf Kalkfels, 230 – 260 m ü.M., Südosthang, ca. 25-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1570

  • Feurer

    30 ha

    lehmiger Kalksand auf Kalkfels, 205 – 235 m ü.M., Südosthang, ca. 50-jährige Reben, erste urkundliche Erwähnung 1540

  • Hochberg

    30 ha

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  • Krainer

    40 ha

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Krainer

Die Ried Krainer, 1570 erstmals urkundlich erwähnt ist seit jeher zweigeteilt. Man unterscheidet zwischen dem inneren Krainer näher bei St. Georgen und dem äußeren Krainer, der früher dem Hotter des seit Jahrhunderten aufgelassenen Ortes Pirichendorf zugehörte. Sie erstreckt sich von 210 m bis 245 m Seehöhe mit Blick Richtung Südosten.

Der innere Krainer ist sehr warm, etwas flacher und von kalkfreiem Reliktboden durchzogen. Dieser speichert Wasser gut und lässt die Reben tief wurzeln. Hier wachsen unsere einzigen Grüner Veltliner Stöcke. Die Ried Krainer, im speziellen der innere Krainer ist eine traditionelle Grüner Veltliner Lage. Hier wusste man schon vor vielen Generationen, das die wasserspeichernden, kalkfreien Böden gespickt mit kristallinem Urgestein eine perfekte Grundlage für würzige, strukturierte und kraftvolle Grüner Veltliner sind.

Der äußere Krainer ist etwas steiler und teils von Wald umgeben, der kühlere Luft in die Ried bringt. Hier findet man vorwiegend Kalkfels, der bereits wenige Zentimeter unter der Erde zum Vorschein kommt. Hier entstehen elegante und kräftige, strukturierte Chardonnays mit viel Würze und Komplexität.

Flachgraben

Bereits am Osliper Hotter, weit entfernt vom Ort St. Georgen liegt die Ried Flachgraben, 1570 erstmals urkundlich erwähnt. Sie liegt auf 235 m bis 275 m Seehöhe im Wald des Leithabergs in südöstlicher Ausrichtung mit Blick auf den Tiergarten der Esterhazys und dem Ruster Hügelland. Der umgebende Wald wirkt kühlend und bringt viel Feuchtigkeit in die Lage, die von der warmen Morgensonne getrocknet wird. Hier entstehen besondere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und statten die Beeren, sofern nicht von den Wildschweinen verzehrt, mit einer dicken Beerenschale und einer außergewöhnlichen Aromatik aus.

Der Boden besteht aus Felsbraunerde mit sehr hohem Kalkgehalt. Darunter findet man Kalkfels, der die Weine mit einer eleganten Mineralik ausstattet. Die feuchten und kühlen Nächte bringen hier besonders aromatische, komplexe Merlots hervor und in Zukunft werden Chardonnaytrauben vom Flachgraben unseren Leithaberg DAC Chardonnay um eine weitere Facette bereichern.

Hummelbühel

Der Hummelbühel, 1570 erstmals urkundlich erwähnt liegt auf 285 m bis 310 m Seehöhe und ist eine der höchstgelegenen Lagen am Leithaberg. Die Ried Hummelbühel ist nach Südosten ausgerichtet und profitiert von der Morgensonne, die man hier mit Blick über den Neusiedlersee genießen kann. In den Nächten kühlt es stärker ab, da die Lage von allen Seiten vom Wald umgeben ist. Dies schafft ideale Voraussetzungen für elegante und aromatische Weine. Die Höhenlage und die kühlenden Einflüsse führen überdies zu einer langsamen Reifung und einer damit einhergehenden niedrigen Ertragsmenge, was sich sehr positiv auf die Traubenqualität auswirkt.

Der Boden wird von Kalk dominiert. Bereits nach wenigen Zentimetern beginnt der Kalkfels, der den aromatischen Beeren eine besondere Mineralik verleiht. Hier wächst unser elegantester, puristischster Chardonnay, aber auch die Sorten für unseren Cuvée Hummelbühel fühlen sich hier besonders wohl.

Poschen

Die Ried Poschen wurde 1570 erstmals urkundlich erwähnt und ist eine Subriede der Ried Krainer. Sie war wohl ursprünglich im Besitz einer Familie Posch, von der sich der Name ableitet. Die Südostlage gegenüber der Hubertuskapelle liegt auf einer Seehöhe von 200 m bis 220 m im wärmsten Hangbereich des Leithabergs.

Der lehmreiche Boden ist kalkarm und von viel kristallinem Kies durchzogen. Man findet vor allem Glimmerschiefer, Quarz und Gneis, seltener auch Kalk. Diese besonderen Verhältnisse bringen elegante, kraftvolle und würzige Weine mit etwas weniger Säure hervor. Hier wächst einer unserer komplexesten Blaufränkische mit unverkennbarer rauchiger Note und der oben erwähnten, einzigartigen Würze.

Hochberg

Die 1570 erstmals erwähnte Lage Hochberg erstreckt sich auf einem Plateau über der Lage Krainer, durch einen Feldweg in oberer und unterer Hochberg getrennt. Die Lage reicht von 220 bis 270 m Seehöhe und schaut nach Südosten. Der umgebende Wald bringt kühlende Winde, die gemeinsam mit der Morgensonne Tau und Nässe trocknen. Der steil abfallende, namensgebende Hochberg im Hintergrund wirft bereits früh abends seinen Schatten auf diese Lage und schafft besondere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Dadurch wachsen hier besonders aromatische Trauben.

Die Lage wird von Kalkfels dominiert, der bereits nach 50 cm Oberboden zum Vorschein tritt. Der Oberboden besteht aus glazialem Rotlehm, den der Wind hier aufgetragen hat. Dieser speichert Wärme und Wasser sehr gut und verleiht dem Wein Kraft und Kompexität. Auf der Ried Hochberg wächst einer unser ältesten Blaufränkische. Elegant, strukturiert, sehr aromatisch und mit viel Kraft bringt er Frucht und Eleganz in unseren Leithaberg DAC Blaufränkisch.

Wir haben seit kurzem auch weitere Parzellen auf der Ried Hochberg, die weitere aromatische und spannende Weine hervorbringen werden. Man darf gespannt sein.

Schneiderteil

Direkt hinter St. Georgen erhebt sich der Scheibenberg mit der nach Südosten schauenden Ried Kogel. Das Filetstück in der Mitte des Weinbergs ist die Subriede Schneiderteil, so benannt seit dem 18. Jahrhundert. Die warme Lage besteht vor allem aus Lehm, der von Kalkeinschlüssen durchzogen wird.

Hier wachsen zwei Sorten mit Blick auf St. Georgen. Merlot wächst im lehmigeren Teil der Lage auf 190 m bis 210 m Seehöhe. Die gute Wasserspeicherfähigkeit ist besonders wichtig für Merlot und verleiht dem Wein Kraft und Komplexität. Er ist Teil unseres Merlot Reserves.

Blaufränkisch wächst im etwas höheren Teil von 195 bis 215 m Seehöhe. Hier findet man steinige Kalkböden, die eine besonders markante Mineralität mit guter Konzentration hervorbringen. Der Blaufränkisch bildet das kraftvolle Rückgrat unseres Leithaberg DAC Blaufränkisch.

Feurer

Die Ried Feurer wurde erstmals 1540 erwähnt und war seit jeher im Besitz der Schlossherren von Eisenstadt. Durch seine südöstliche Ausrichtung werden die Trauben bereits früh morgendlich von den ersten Sonnenstrahlen gewärmt. Der angrenzende Wald und die damit verbundenen abfallenden Winde bringen erfrischende Säure und schützen die Trauben in der Reifephase vor Edelfäule.

Wir dürfen das oberste Stück der Lage Feurer bewirtschaften. Dieses reicht von 207 m bis 234 m Seehöhe und wird von Leithakalk geprägt. Bereits nach wenigen Zentimetern stößt man hier auf Kalkfels. Dies verleiht unserem charaktervollen Blaufränkisch seine unverwechselbare Mineralik.

Scheibenberg

Das oberste, mit Wein bepflanzte Plateau des Scheibenbergs trägt dessen Namen und wird seit 1570 wissentlich bewirtschaftet. Die Riede Scheibenberg ragt über St. Georgen Richtung Südosten und genießt die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen mit Blick über den Neusiedlersee. Der angrenzende Wald bringt Struktur und frische Säure in die hier gekelterten Weine und der Wind vom Leithaberg verhindert Edelfäule bei längerer Reife.

Die Ried Scheibenberg erstreckt sich von 210 m bis 230 m Seehöhe und hat zwei sehr unterschiedliche Bodentypen. Im unteren Teil der Riede dominiert entkalkter Lehmboden mit Glimmerschiefer, der Kraft und Konzentration bringt. Am Waldrand wachsen die Reben auf Kalkfels der eine elegante Mineralik in den Wein bringt.

Diese Lage ist neu bei uns im Weingut Nehrer und wir freuen uns schon auf den Blaufränkisch, der hier wächst. Er wird den Leithaberg DAC um eine weitere Facette bereichern.

Schauerkreuz

Zwischen Tiergartenmauer und der Ried Krainer liegt die Ried Schauerkreuz, eine nach einem beliebten Ausflugspunkt benannte Subriede der Ried Hurt, die bereits 1570 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dieses Plateau liegt auf 220 m Seehöhe und ist eine der wärmsten Lagen in St. Georgen, da die kühlen Winde vom Hang des Leithabergs ausbleiben und sich die Wärme an der angrenzenden Tiergartenmauer staut.

Der Boden ist sehr trocken und ein Überbleibsel aus Verwehungen nach der letzten Eiszeit. Dieser Rotlehm ist gespickt mit sehr grobem Kies, der zusätzlich als Wärmespeicher und Wasserdrainage fungiert. Hier reift unser kräftiger Cabernet Sauvignon, der durch das besondere Kleinklima und den einzigartigen Boden der Lage viel Kraft, Komplexität und ein unverwechselbares Aroma bekommt.

Viehtrift

Die 1570 erstmals urkundlich erwähnte steile Hang der Lage Viehtrift ist die einzige Lage in St. Georgen mit südwestlicher Ausrichtung und reicht von 185 m bis 220 m Seehöhe. Die warme Nachmittagssonne stattet die Trauben mit viel Kraft und Fülle aus. Durch den kargen Kalkboden und die geringe Wasserspeicherfähigkeit entsteht ein außergewöhnliches Verhältnis von Beerenschale zu Saft, das viel reifes Tannin in die kraftvollen Weine bringt. Der angrenzende Wald bedingt kühle Nächte, die eine besondere Aromaausprägung und eine erfrischende Säure im Wein bewirken.

Hier findet unser Blaufränkisch ideale Bedingungen vor. Er bildet die Basis für unseren Leithaberg DAC Blaufränkisch.

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